Baufuniersperrholz (BFU)

Finn. Baufuniersperrholz BFU 100,
Qualität II/III

Artikel-Nr.ArtikelStärkeDimension
060301011200Baufuniersperrholz II/III12 mm250/125 cm
060301011500Baufuniersperrholz II/III15 mm250/125 cm
060301011800Baufuniersperrholz II/III18 mm250/125 cm
060301012100Baufuniersperrholz II/III21 mm250/125 cm
060301012400Baufuniersperrholz II/III24 mm250/125 cm
060301012700Baufuniersperrholz II/III27 mm250/125 cm
060301013000Baufuniersperrholz II/III30 mm250/125 cm


Definition

Als Sperrholz bezeichnet man Holzwerkstoffplatten aus mindestens drei Furnierlagen, deren Faserichtungen gegeneinander verleimt sind. Da ein symmetrischer Aufbau (von einigen Ausnahmen abgesehen) erforderlich ist, wird eine ungerade Anzahl von Furnierlagen eingesetzt.

Die Eigenschaften und Einsatzgebiete werden durch Holzqualitäten, Aufbau, Verleimung und Holzarten bestimmt. Es werden in diesem Thema drei verschiedene Sperrholzgruppen wie folgt unterschieden: (siehe Tabelle unten).

Qualitäten

Der überwiegende Teil an Sperrholz wird aus anderen Ländern importiert und hat daher unterschiedliche Bezeichnungen der Qualitäten.

In der DIN 68705 Teil 2 werden zwar die Güteklassen 1-3 eindeutig beschrieben, in anderen Ländern werden aber die Zahlen und Buchstaben unterschiedlich bewertet. Erschwerend kommt hinzu, dass an die verschiedenen Holzarten unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Somit kann man keinesfalls von einer einheitlichen Qualitätsbezeichnung bei Sperrholz ausgehen.

Die hochwertigste Qualität wird mit A oder I bezeichnet, die schlechteren Qualitäten werden absteigend mit IV oder C ausgezeichnet.

Werden zwei Bezeichnungen mit einem Schrägstrich / getrennt, z. B. „A/BB“, so heißt das: Qualität Vorderseite/Qualität Rückseite. Bei nur einer Bezeichnung, z. B. „B“, werden beide Seiten in Qualität B erzeugt.

Aufbau

Bei Sperrhölzern werden die verschiedenen Furnierlagen mit 90 Grad gegeneinander verleimt.

Furnierplatten mit fünf und mehr Furnierlagen bezeichnet man als Multiplexplatten. Bei Multiplexplatten werden auch verschiedene Holzarten miteinander kombiniert.

So unterscheidet man wie folgt:

  • Birke – ausschließlich aus Birkenfurnieren gefertigtes Sperrholz
  • Combi – Sperrholz mit je zwei Birkenfurnieren als Decklagen, dazwischen abwechselnd Nadelholz- und Birkenfurniere
  • Combi Mirro – Sperrholz mit je einem Birkenfurnier als Decklage, dazwischen abwechselnd Nadelholz- und Birkenfurnier
  • Twin – Sperrholz mit Innenlagen durchgehend aus Nadelholzfurnieren. Decklagen aus Fichte- oder gegebenenfalls Kieferfurnieren

Verleimung

Die Verleimung von Sperrholz bestimmt in vielen Fällen den Verwendungszweck und gehört zur Plattenbezeichnung. Sperrhölzer für Bauzwecke weisen eine Verleimung auf, die wasser- und kochfest ist.

Zu beachten ist, dass diese Eigenschaft sich nur auf den Leim bezieht und Sperrholz als Ganzes nicht wasser- und kochfest wird. Zum Einsatz kommen hier hauptsächlich Phenolharzformaldehydleime.

Dieses Verleimungsverfahren ermöglicht auch den Einsatz unter nassen Außenbedingungen (Nutzungsklassen 3, exterior) unter der Voraussetzung, dass die Platten eine sorgfältige Bearbeitung sowie eine fachgerechte Oberflächen- und Kantenversiegelung erhalten.

Mit Phenolharzformaldehyd verleimtes Sperrholz erfüllt die Anforderungen nach EN 314-2. Die Verleimungsqualität entspricht auch weiterhin den früheren nationalen Klassifikationen wie z. B. DIN 68705: BFU 100 oder BS 6566: WBP

Finnische Phenolharz-Formaldehyd verleimte Sperrholzprodukte geben äußerst geringe Formaldehydmengen an die Umgebung ab.

Sperrhölzer für den Einsatz unter trockenen (Nutzungsklasse 1) oder feuchten (Nutzungsklasse 2) Bedingungen werden hauptsächlich mit Urea-Formaldehyd-Leim verleimt.

Urea-Formaldehyd verleimte Produkte haben geringfügig höhere Werte, erfüllen aber die Anforderungen sämtlicher, auch der strengsten, europäischen EN-Normen in Bezug auf Formaldehydemissionen und -gehalte.

Holzarten

Holz ist der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Sperrholz. Praktisch kommen alle gängigen Holzarten in Frage. Die jeweilige Holzart bestimmt, wie auch die Verleimung, über den Verwendungszweck.

Während Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Elliottis Pine typische Einsatzzwecke im Baubereich abdecken, sind die Laubhölzer und Bunthölzer eher bei den allgemeinen Verwendungszwecken zu finden. Die Birke ist je nach Verleimung in beiden Bereichen zu finden und stellt eine der meist verwendeten Holzarten dar.

Kennzeichnung und Normen

Seit April 2004 ist die CE-Kennzeichnung Pflicht, somit alle Holzwerkstoffe (nicht nur Sperrholz), die für das Bauwesen bestimmt sind und als Bauwerkstoff am Gebäudeverbleiben, CE-kennzeichnungspflichtig. Neu ist hierbei, dass auch Holzwerkstoffe kennzeichnungspflichtig sind, die auch für nicht tragende Zwecke verwendet werden.

Die CE-Kennzeichnung (Conformitè Europèen) ist ein „In-Verkehrbringen-Zeichen“ d. h. vorrangig ein Handelszeichen, das die Übereinstimmung des Produktes mit einer zu Grunde liegenden europäischen Richtlinie dokumentiert.

Das CE-Zeichen auf Produkten zeigt an, dass das Produkt mit einem technischen Regelwerk übereinstimmt:

  • mit einer harmonisierten europäischen Norm (EN) bzw.
  • einer europäischen technischen Zulassung (ETZ)

Grundlage dafür ist die Europäische Bauprodukterichtlinie und deren nationale Umsetzung d. h. das Deutsche Bauproduktegesetz.

Normen:

  • DIN EN 13986 – Holzwerkstoffnorm als Übernorm
  • DIN EN 636 (Teil 1 bis 3) – SperrholzTeil 1 für den TrockenbereichTeil 2 für den FeuchtbereichTeil 3 für den Außenbereich
  • Wichtig: für tragende Zwecke ist weiterhin die DIN 68705 Teil 3 notwendig.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen:

  • Brandschutz (B1)
  • Pilzschutz und Fäule (G)