Schalung sägerau

aus heim. Fichte/Tanne, verschiedene Breiten
ab 10 cm aufwärts, entrindet, gelattet

ArtikelnummerArtikelQualitätStärkeLagenbreiteLängenLagen/HubAusführung
010701183000Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV18 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m29 Lagenroh, frisch
010701183000-1Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV18 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m29 Lagenroh, getrocknet
010701183001Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV18 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m29 Lagentauchimprägniert
010701231000Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV24 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m25 Lagenroh, frisch
010701231000-1Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV24 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m25 Lagenroh, getrocknet
010701231010Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV24 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m25 Lagentauchimprägniert
010701231000Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV30 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m22 Lagenroh, frisch
010701231000-1Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV30 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m22 Lagenroh, getrocknet
010701231001Schalung, heim. Fi./Ta.Gkl. II-IV30 mm1,10 m3,0-5,0 m alle 0,5 m22 Lagentauchimprägniert

Definition

Betonschalungsplatten aus Furnierplatten bestehen meist aus wetterfest verleimten Hartholzfurnieren mit einer ausgeprägt niedrigen Feuchtigkeitsaufnahme und hochwertiger phenolharzimprägnierten Oberflächenbeschichtungen. Die Schmalflächen sind mit einem Spezial-Acryl-Wasserlack wasserabweisend behandelt.

Richtlinien

Auf der Baustellen sind einige Richtlinien zu beachten, die eine problemlose Benutzung ermöglichen:

Lagerung

Trocken auf ebenen Kanthölzern. Bei längerer Lagerung im Freien sind Schutzfolien zu hinterlüften, um stauende Nässe und Kondenswasser zu vermeiden. Die meisten Schalungsplatten sind aus Holz bzw. Holzwerkstoffen produziert. Die unvermeidbaren Quell- und Schwindverformungen der Werkstoffe in Länge, Breite und Dicke sind bei allen Anwendungen zu beachten.

Zuschnitt

am Besten unter Verwendung von Hartmetallwerkzeugen (Schnittbedingungen ähnlich wie für beschichtete Holzwerkstoffe). Bei stumpfen Werkzeugen besteht die Gefahr von Kantenausrissen. Feinzahnige Sägeblätter verwenden. Umfangsgeschwindigkeit des Sägeblattes sollte mindestens ca. 50 m/s, d. h. bei einem Sägeblattdurchmesser von 30 cm sollte die Mindestdrehzahl über 3000 min-1 betragen.

Schonende Behandlung

der Filmbeschichtung ist die wichtigste Voraussetzung für fehlerfreie Betonoberflächen und lange Lebensdauer. Die häufigsten Ursachen für Filmbeschädigungen sind:

  • verfehlte Hammerschläge beim Nageln
  • zerkratzen z. B. durch Bewehrungseinbau, Material- und Gerätelagerung auf der Schalung, besonders bei Deckenschalungen
  • Scheuerstellen beim Transport
  • Rüttlerkontakte beim Verdichten (Hartgummikappen vermindern Filmbeschädigungen)
  • Abrutschen mit Bohrmaschinen und Schraubern (Schraubenköpfe nicht unter der Plattenoberfläche versenken)

Versiegelung

Notwendige Spachtelstellen sorgfältig schleifen, ohne den Originalfilm zu beschädigen. Plattenstöße mit z. B. Fugenband abdichten. Die Platten im Originalformat sind meist werkseitig mit Kantenanstrich versehen. Zur Verminderung der Wasseraufnahme sind die Kanten von Zuschnitten, Ankerbohrungen usw. im Schalungshof oder auf der Baustelle durch Schutzanstrich zu versiegeln.

Ausbesserung

Mechanische Beschädigungen der Oberflächen können mit einem Spachtel ausgebessert werden.

Vor der Betonierung

sind die Oberflächen dünn und gleichmäßig mit einem möglichst farblosen Trennmittel zu behandeln. Die zu verwendenden Trennmittel sind auf Verträglichkeit mit der Kantenschutzfarbe zu prüfen, um ein Anlösen zu vermeiden, das zur Abfärbung auf der Betonoberfläche führen kann. In der Zeit zwischen Schalölauftrag und Betonierung sind die Schalelemente vor Verunreinigung zu schützen. Auch ist bekannt, dass Phenolharze bei intensiver UV-Bestrahlung gelbliche Substanzen freisetzen. Nur in seltenen Einzelfällen wurde über Betonverfärbungen berichtet, die darauf zurückgeführt werden können. Der Arbeitsablauf an der Baustelle (Schutz der Schalhaut, Ausschalfristen) ist anzupassen.

Zu beachten

Zur Erzielung von Sichtbetonflächen ist folgendes zubeachten:

  • Schutz der Schalhaut vor Feuchtigkeitsaufnahme und Austrocknen
  • direkte Sonnenbestrahlung der Elemente vermeiden
  • Schalung am besten stehend lagern (im Sommer im Schatten), 2 Elemente mit Schalhaut zueinander. Bei horizontaler Lagerung sind Abdrücke der Stapelleisten möglich.

Saugende Schalhaut

vor dem Einbau ausreichend wässern (Dimensionsänderungen beachten!) Bei Kontakt mit dem alkalischen Beton neigen Phenolharze bei hellen Beschichtungen zu einer Farbveränderung zu braunrötlichen Farben. Diese Farbveränderung ist eine unveränderliche Eigenschaft der Phenolharze und ist nicht die Ursache von Oberflächenverfärbungen des Betons.

Oberflächenstruktur

Die Oberflächenstruktur (Textur) des Betonkörpers wird, soweit sie nicht weiter bearbeitet oder nachträglich behandelt wird, im Wesentlichen durch die Wahl der Schalungshaut bestimmt. Ein Oberflächenschutz verhindert das Eindringen des Betonanmachwassers, erleichtert das Ausschalen und erhöht die Gebrauchsdauer der Platten.

Schalhautvarianten

  • Bretter (sägerau, gehobelt)
  • Spanplatten (saugend, behandelt)
  • Drainvlies, Dreischichtplatten
  • Sperrholzplatten (oberflächenbehandelt)
  • Spanplatten (oberflächenbehandelt)
  • Stahlblech
  • (Struktur-)Matrizen
Beschichtung Phenolharz Melaminharz Polypropylen
Vorteile Widerstandsfähigkeit gegenmechanische Beanspruchungen wie bei Phenolharzbeschich-tungen, jedoch höhere Alkali-Resistenz hohe Alkali-Resistenz
Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasser und handelsüblichen Trennmitteln gute UV-Beständigkeit
hohe Elastizität insbesondere bei Feuchtigkeit-, Frost- und Hitzebeständigkeit keine Wasseraufnahme
Nachteile produktabhängig begrenzte UV- und Alkali-Resistenz geringere Elastizität gegenüber Phenolharzbeschich-tungen, daher verstärke Neigung zu Rissbildung kratzempfindlich

Ausgewählte Merkmale von Schalungshautbeschichtungen

Grundlagen und Normen

Betonschalung aus Holz- und Holzwerkstoffen bildet – zumeist bestehend aus Schalhaut, Tragrippe und Abstützungen – die Hohlform zur Herstellung von Betonbauteilen. Unterschieden wird zwischen:

  • objektunabhängige Schalung: Schalelemente, die einsatzfertig und standardisiert sind z. B. im Bezug auf Geometrie, Merkmale der Betonoberfläche und Tragfähigkeit. Die Schalungshaut ist in der Regel vorhanden.
  • objektabhängige Schalung: individuelle Schalelemente,Tragfähigkeit, Geometrie und weitere Merkmale z. B. der Betonfläche werden nach der Konstruktion bestimmt. Die Schalungshaut kann gewählt werden.

Früher wurde die Schalung meist aus sägerauhen Brettern oder Bohlen hergestellt. Für sichtbare Oberflächen (Sichtbeton) wurden auch gehobelte Bretter oder Rauspund eingesetzt. Ab den 50er Jahren wurden zunehmend gehobelte Vollholzschaltafeln (Schalplatten) aus Nadelholz mit mechanischer Verbindung verwendet, meist sogar mit vorbehandelten Oberflächen. Später ersetzte man die mechanische Verbindung durch wasserfeste Klebstoffe. Sperrholz- und Tischlerplatten kamen mit kunstharzimprägnierten Furnierlagen zum Einsatz, die bis heute den größten Anteil aller Schaltafeln ausmachen.

Die wichtigsten Normen und Regelwerke sind:

  • DIN 68 791: Großflächen – Schalungsplatten aus Stab- oder Stäbchensperrholz
  • DIN 68 792: Großflächen – Schalungsplatten aus Furniersperrholz für Beton und Stahlbeton
  • DIN 18 215: Schalungsplatten aus Holz für Beton- und Stahlbetonbauten: Standardgröße 0,50 x 1,50 m, Dicke 21 mm
  • DIN 18 217: Betonflächen und Schalungshaut
  • ÖNORM B 3023: Massivholzplatten, Dreischichtige Betonschalungsplatten, Arten und Anforderungen

Schalhautbeschichtung

Die Eigenschaften von Schalhautbeschichtungen hängen von der Art des Beschichtungsmaterials und dem Gewicht/der Dicke (angegeben in g/m2) des Beschichtungs-/Filmmaterials ab. Die Schalungshaut und ihre Fähigkeit, die Feuchtigkeit aufzunehmen, wird unterteilt in saugende und nicht saugende Schalhauttypen (siehe auch Tab. 1).

  • Saugende oder schwach saugende Schalungshaut kann die Porenbildung durch Aufnahme von Luftblasen/Wasser aus dem Frischbeton reduzieren. Bedingt durch den Naturwerkstoff Holz können hierbei unterschiedlich schattierte Stellen (unterschiedliche Grautöne) auftreten.
  • Nicht saugende Schalungshaut reguliert nicht so intensiv wie die saugende Schalungshaut respektive gar nicht den Wasser- und Lufthaushalt. Dadurch wird die Porenbildung erhöht. Die Betonflächen sind in der Regel glatter als bei saugender Schalungshaut.

Wesentlich ist, dass die Betonrezeptur, die Betonverarbeitung sowie das Trennmittel und der Trennmittelauftragdie Porenbildung maßgeblich beeinflussen. Die physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Schalungshautwerkstoffe sind bei der Planung und Ausführung zu berücksichtigen (z. B. Temperaturdehnung, Quellen und Schwinden infolge Feuchtigkeitsschwankungen).

Sichtbeton

Sichtbeton bildet ein bedeutendes Gestaltungselement von Bauwerken. In verschiedenen Regelwerken wird eine Vielzahl von Begriffen versendet, die den „Sichtbeton“ beschreiben. Häufig weist die Ausschreibungspraxis im Bereich des Sichtbetons viele Unklarheiten auf. Eine eindeutige vertragliche Vereinbarung aller Projektbeteiligten über die gestellten Anforderungen, welches aber eine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen heutiger Technologien erfordert, ist daher sinnvoll. Die nachfolgend genannten Normen, Vertragsbedingungen sowie Merkblätter der Verbände helfen bei der Definition des Begriffs „Sichtbeton“.

  • DIN 18 217: Bildet das maßgebliche Normenwerk bezüglich der Definition von Betonflächen mit Anforderungen an das Aussehen.
  • DIN 1045-3: Laut Definition ist für alle mit Beton gestalteten Ansichtsflächen die Anforderung an das Aussehen in einer Projektbeschreibung anzugeben.

Die Tabelle (siehe Tab. 2) gemäß Merkblatt „Sichtbeton“ vom Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e. V. verdeutlicht die Anforderungen an Sichtbeton.

Schalhauttypen

saugend schwach saugend hart saugend
Beispiel Brettschalung rau oder gehobelt Schalrohre aus Pappe Sperrholz filmvergütet
Spanplatten Sperrholz mit Polypropylenschicht
Sperrholz unbehandelt Kunststoff-Verbund-Konstruktion
Dränvlies Stahlblech
Matrizen
Schalrohre aus Metall, Kunststoff
Trennmittel unempfindlicher gegenüber Trennmittel kein Trennmittelerforderlich sorgfältige Trennmittelauswahl
geringe Auftragsmengen
Oberfläche raue Oberfläche glatte Oberfläche glatte Oberfläche
kaum Poren und Lunker wenige Poren Poren und Lunker möglich
Oberfläche dunkler Oberfläche heller
Einfluss Holzinhaltsstoffe bei neuer Schalung (Vorbehandlung mit Zementleim) Farbunterschiede möglich
bei Drainvlies Gefahr der Faltenbildung sorgfältige Ausbildung der Schalhautstöße erforderlich
neue Holzschalung gleichartig lagern, sonst Farbunterschied bei Stahlschalung Gefahr von Rostflecken

Tab. 1

Anforderungen an Sichtbeton

Anforderungen Sichtbetonklasse Schalhautklassen
Anforderungsmatrix hinsichtlich

Textur, Porigkeit, Farbtongleichmäßigkeit, Ebenheit, Arbeits- und Schalhautfugen, Erprobungsfläche

SB1 – Betonflächen mit geringen gestalterischen Anforderungen, z. B. Kellerwände oder Bereich mit vorwiegend gewerblicher Nutzung SHK1
SB2 – Betonflächen mit normalen gestalterischen Anforderungen, z. B. Treppenhausräume, Stützwände SHK2
SB3 – Betonflächen mit hohen gestalterischen Anforderungen, z. B. Fassaden im Hochbau SHK2
SB4 – Betonflächen mit besonders hoher gestalterischer Bedeutung, repräsentative Bauteile im Hochbau SHK3

Tab. 2

Anforderungen an Schalhautklassen

Kriterium Schalhautklasse SHK1 Schalhautkl. SHK2 Schalhautkl. SHK3
Bohrlöcher mit Kunststoffstöpsel zu verschließen als Reparaturstellen 1 zulässig nicht zulässig
Nagel- und Schraublöcher zulässig ohne Absplitterungen zulässig als Reparaturstellen 1 in Abstimmung mit dem Auftraggeber zulässig
Beschädigung der Schal-haut durch Innenrüttler zulässig nicht zulässig 2 nicht zulässig
Kratzer zulässig als Reparaturstellen 1 zulässig als Reparaturstellen 1 in Abstimmung mit dem Auftraggeber zulässig
Betonreste in Vertiefungen (Nagellöchern, Kratern, etc.) zulässig, keine flächigen Anhaftungen nicht zulässig nicht zulässig
Zementschleier zulässig zulässig in Abstimmung mit dem Arbeitgeber zulässig
Aufquellen der Schalhaut im Schraub- bzw. Nagel-bereich („Ripplings“) zulässig nicht zulässig 2 nicht zulässig
Reparaturstellen 1 zulässig zulässig in Abstimmung mit dem Arbeitgeber zulässig

Tab. 3

1 Reparaturen an der Schalungshaut sind sach- und fachgerecht durch qualifiziertes Personal vorzunehmen und vor jedem Einsatz auf Ihren definierten Zustand hin zu prüfen.

2 nach Absprache mit dem Auftraggeber ggf. zulässig.